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Motemar

(Junior Member)

Hallo Zusammen,

ich hab mal wieder eine Frage bezüglich meiner Diplomarbeit Ich habe jetzt die Gefährdungsanalyse hinter mich gebracht und bin jetzt dabei CCPs festzulegen. Da ich bisher nur Erfahrungen in der lebensmittelverarbeitenden Industrie habe, ist es für mich ziemlich schwierig diese Erfahrungen in der lebensmittelverpackungsherstellenden Industrie anzuwenden. dunno
Die meisten Gefahren lassen sich durch allgemeine Betriebs- und Personalhygiene beseitigen. Deswegen find ich es unglaublich schwierig prozessspezifische CCPs festzulegen. Auch mit Hilfe des Entscheidungsbaumes ist die Bestimmung irgendwie schwierig. Gibt es denn irgendwo Praxisbeispiele aus ähnlichen Betrieben oder Literatur, die sich mit HACCP in der Verpackungsindustrie beschäftigt? Oder irgendwelche Tipps bzw. Ratgeber, die jemand durch Erfahrungen erhalten hat? Wer kann mir da weiterhelfen?

Vielen Dank!
Motemar
26.10.06, 18:18:54

Peter Schnittger

(Administrator)

Hallo Motemar,

warum wollen Sie unbedingt einen CCP unter bringen? Verlangt doch eigentlich keiner???

Wenn Sie im HACCP Konzept einen entsprechenden Entscheidungsbaum referenzieren, so können Sie jederzeit - falls dies entsprechend schlüssig ist - auch ohne CCP leben!

Allerdings muss ich auch einschränken, dass es so einige Auditoren gibt, die unbedingt einen CCP sehen wollen - und sei es Glasbruch oder die Bestimmung von Keimen... mit Augen rollen

Ich weiß, so richtig hilft es nicht weiter, aber wenn Sie sich entsprechend sicher sind, so diskutieren Sie es aus! und wenn es sein muss, auch mit der Zertifizierungsstelle. Kaffee

Mit herzlichen Grüßen

Peter Schnittger

Nicht das Optimale ist unser Ziel
- sondern der pragmatische Perfektionismus!


QRPS Management Consulting
Hand-Crafted-Spirits
26.10.06, 23:03:24

michael

(Junior Member)

Hallo Motemar,

vielleicht einen Ansatz: habt ihr Metalldetektoren in der Endprüfung. Hier ist es praxis, dass diese automatisch CCP's sind.

Gruß

michael
08.11.06, 12:08:50

Motemar

(Junior Member)

Hallo,

nein, wir haben keine Metalldetektoren. Auch keine ähnlichen Prüfsysteme innerhalb des Produktionsprozesses.

Grüße
Motemar
14.12.06, 13:59:38

Peter Schnittger

(Administrator)

Wie schaut denn eure Risikoanalyse aus? Gibt es Gefahrenpunkte, die gelenkt werden müssen?

Mit herzlichen Grüßen

Peter Schnittger

Nicht das Optimale ist unser Ziel
- sondern der pragmatische Perfektionismus!


QRPS Management Consulting
Hand-Crafted-Spirits
14.12.06, 15:37:17

Motemar

(Junior Member)

Die meisten Lenkungsmaßnahmen bestehen aus Arbeits- und Verfahrensanweisungen, die definiert wurden, um mögliche Gefahren zu beseitigen. z.B. müssen Farbeimer stets abgedeckt sein, um physikalische Gefährdungen zu vermeiden. Für das Handling der Rollen haben wir Verfahren entwickelt um das Berühren der Stirnseiten mit z.B. schmutzigen Händen zu vermeiden. (Rollentransport über Schwerlastrolle, dadurch kein Bodenkontakt mehr der Rollen, Handschuhe, um Rollen in richtige Position zu bringen usw.)
Und weiter sind v.a. bauliche Änderungen (Gestelle, Podeste usw.) vorgenommen worden. All dies schließt letztendlich unsere Gefahren aus. Es gibt also eigentlich keine Gefahrenpunkte, die gelenkt werden müssen, nur eben Anweisungen, wie bestimmte Vorgänge zu handeln sind und diese werden kontrolliert. Hoffentlich hab ich da nichts Wichtiges vergessen. mit Augen rollen
14.12.06, 16:12:45

Peter Schnittger

(Administrator)

Habt Ihr eine Risikomatrix als Grundlage für euer HACCP Konzept genutzt?

Mit herzlichen Grüßen

Peter Schnittger

Nicht das Optimale ist unser Ziel
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QRPS Management Consulting
Hand-Crafted-Spirits
14.12.06, 21:19:36

Motemar

(Junior Member)

Ich denk wir sind da klassisch vorgegangen. Prozessflussdiagramme dargestellt, für jeden einzelnen Prozess mögliche und relevante Gefahren gesucht und diese dann über das FMEA-Schema bewertet. Dabei kamen aber nur niedrige RPZ raus (die maximale liegt bei 60). Und dann eben mit dem Entscheidungsbaum die CCP-Bestimmung. Aber keine gefunden!
15.12.06, 20:17:33

Peter Schnittger

(Administrator)

... dann würde ich mal sagen - wobei eine Ferndiagnose natürlich immer schwierig ist - dass Ihr alles getan habt, um systematisch einen CCP herauszuarbeiten. Und da keiner vorliegt, gibt es eben keinen!

Leider gibt es jedoch einige Auditoren, die auf einen CCP bestehen. Dann muss man sich dem entweder beugen oder man diskutiert das Ganze mit der Zertifizierungsstelle aus. [ich mache das zumeist davon anhängig, wie gut das Audit insgesamt ausfällt; es gibt ja immer die Möglichkeit beim nächsten Audit einen anderen Auditor oder gar ein anderes Zertifizierungsinstitut zu wählen].


Mit herzlichen Grüßen

Peter Schnittger

Nicht das Optimale ist unser Ziel
- sondern der pragmatische Perfektionismus!


QRPS Management Consulting
Hand-Crafted-Spirits
17.12.06, 00:38:51
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