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Peter Schnittger

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Auswechselbarkeit QS und GMP+


Der Marktverband Tierfutter und Qualität und Sicherheit haben Ihre Vereinbarung van 22. März 2005 bezüglich Auswechselbarkeit erweitert. Es kann jetzt von einer zweiseitigen Auswechselbarkeit, die für die Produktion von Mischfutter und Futtermittel gilt, gesprochen werden. Zudem ist beabsichtigt, um die beiden Systeme im kommenden Jahr in einigen Punkten noch weiter zu harmonisieren.


Einleitung

Ab dem Frühjahr 2005 war es bereits möglich, dass GMP+-Erzeuger von Mischfutter, Vormischungen und Futtermitteln auf der Grundlage eines (GMP+) Audits Teilnehmer am QS-Programm werden konnten. Sie brauchten sich keinem ergänzendem QS-Audit zu unterziehen. Faktisch war hier die Rede von einer Akzeptierung des GMP+-Audits durch QS. Die GMP+-zertifizierte Produzenten mussten nur einige ergänzende Forderungen erfüllen Gleichzeitig wurde vereinbart, eine beidseitige Auswechselbarkeit anzustreben.
Dafür wurde das so genannte Benchmarkverfahren, das der Marktverband Tierfutter zugunsten der Akzeptierung und Auswechselbarkeit von anderen Standards festgelegt hatte, als Leitfaden verwendet.
Nach intensiver Beratung mit allen beteiligten Parteien, worunter auch das Sachverständigenkollegium beider Schemata, wurde nun eine Übereinstimmung über die Erweiterung der im März 2005 getroffenen Auswechselbarkeitsvereinbarung erzielt.


Reichweite

Unter die Vereinbarung fallen die folgende Betriebe/Aktivitäten
GMP+-zertifizierte Betriebe (ungeachtet wo diese ihren Sitz haben), die Mischfutter, oder Futtermittel herstellen gemäß der Standard B1 (=GMP01/02 oder GMP01/04 des GMP+-Zertifizierungsschemas 2003).
QS-zertifizierte Betriebe (ungeachtet wo diese ihren Sitz haben), die Mischfutter, oder Futtermittel gemäß dem QS-Leitfaden Futtermittelwirtschaft herstellen (Scope: production of compound feed, premixtures or feed materials) und die als solche einen System- & Sanktionsvertrag mit QS abgeschlossen haben.

Diese Betriebe können, ungeachtet dessen, wo sie ihren Sitz haben (Deutschland, den Niederlanden oder anderswo), ohne weitere Bedingungen in beiden Systemen die genannten Tierfutter liefern. Ein GMP+-zertifizierter Betrieb braucht also nur den Anforderungen und Bedingungen aus der genannten GMP+-Standard zu entsprechen und ebenso braucht ein QS-zertifizierter Betrieb nur den Anforderungen und Bedingungen aus der genannten QS-Standard zu entsprechen.
Wohl gilt, dass GMP+-zertifizierte Betriebe, genau wie QS-zertifizierte Betriebe, auf der Basis ihres GMP+-Zertifikats einen System- & Sanktionsvertrag mit QS abschließen müssen. In Kürze werden Listen mit den betroffenen Betrieben veröffentlicht.

N.B: Unter die Auswechselbarkeit fallen zudem nicht andere Aktivitäten, die von Herstellen von Mischfuttern oder Futtermitteln ausgeführt werden, so zum Beispiel der Handel mit Futtermitteln.


Was fällt nicht unter die Reichweite?

Aus den obigen Ausführungen lässt sich entnehmen, dass nicht alle Betriebe unter die gegenseitige Auswechselbarkeitsvereinbarung fallen, so zum Beispiel Händler von Futtermitteln, Umschlag- oder Transportbetriebe. Vereinbart wurde, um im kommenden Jahr auch zu prüfen, ob die Teilnahme an beiden Systemen für diese Gruppe von Betrieben zu vereinfachen ist.

Kosten

Der Marktverband Tierfutter hat dafür plädiert, um sich gegenseitig 'mit geschlossener Börse' zu akzeptieren, aber dies ist momentan nicht realisierbar. Für den Abschluss eines Vertrages kann QS Kosten in Rechnung stellen. Dasselbe gilt für die Registrierung. Hierüber wird bald noch weiter besprochen.


Zukunft

Der Marktverband Tierfutter und QS erkennen, dass der Zweck, zu dem die beiden Systeme für Tierfutter errichtet wurden, der gleiche ist: die Produktion von sicherem Futter. In groben Zügen haben die beteiligten Betriebe dieselben Bedingungen, Anforderungen und Managementelemente anzuwenden, um dies fortdauernd zu realisieren.
Es wurden allerdings auch einige Unterschiede definiert, wie:
- Endproduktionskontrolle vs. Anwendung von HACCP
- Positivliste vs. DRV-Datenbank
- Einkaufs- und Lieferantenauswahl
- Häufigkeit der Audits

Vereinbart wurde, um das Jahr 2006 dafür zu nutzen, um die Standards in diesen Punkten weitestgehend zu harmonisieren. Dies wird zweifellos zu Anpassungen bei beiden Standards führen.

Quelle: http://www.pdv.nl/

Mit herzlichen Grüßen

Peter Schnittger

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11.02.06, 20:01:54
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